#kuratorischepraxis

#kuratorischepraxis

Sommersemester 2019: (queer-)feministisches Kuratieren
30.04.2019 – 25.06.2019


#kuratorischepraxis ist eine neu initiierte, fortlaufende Veranstaltungsreihe in Kooperation mit dem Lehrstuhl "Kuratorische Praxis und Kunstvermittlung" der Universität Hildesheim. Den Auftakt hierzu bilden im Sommersemester 2019 drei Veranstaltungen zum Thema "(queer-)feministisches Kuratieren", gemeinsam mit dem Zentrum für Geschlechterforschung der Universität Hildesheim.

Filmvorführung + Diskussion

WOMANHOUSE

Johanna Demetrakas, 1974

Johanna Demetrakas Dokumentarfilm WOMANHOUSE von 1974 wirft einen Blick auf den US-amerikanischen Feminismus der 1970er Jahre, seine damalige Rezeption und die immer wichtiger werdende Beziehung zwischen Kunst und sozialem Wandel. Im Fokus steht die titelgebende Aktion des Feminist Art Programs, das im Herbst 1971 von Judy Chicago und Miriam Schapiro am California Institute of Arts in Valencia, Los Angeles ins Leben gerufen wurde. Womanhouse entstand aus der Idee, eine von Künstlerinnen kollektiv kuratierte Ausstellung außerhalb der strikten Strukturen eines Museums oder einer Galerie zu präsentieren und in ein Wohnhaus zu bringen.

Respondenz: Stefanie Diekmann, Professorin für Medienkulturwissenschaft, Universität Hildesheim

30.04.2019, 19 Uhr
Ort: Burgtheater, Domäne Marienburg

 

Vortrag + Diskussion 

Das Jahr der Frau_en am Schwulen Museum Berlin. Eine Fallstudie zu Dynamiken der Macht in der „queeren“ Erinnerungskultur

Das Programm Jahr der Frau_en, das 2018 am Schwulen Museum in Berlin stattfand und für heftige Kritik sorgte, wird als Fallstudie vorgestellt für eine (queer-)feministische kuratorische, künstlerische und aktivistische Praxis und es werden Einblicke in Methoden und Formate gegeben. Darüber hinaus skizzieren die beiden Kuratorinnen die politischen und psychologischen Konfliktzonen und fragen nach den Machtdynamiken, die „queere“ Erinnerungspolitiken formen und wie sichergestellt werden kann, dass sie sich nicht damit begnügen, dem dominanten heteronormativen weißen, cis-männlichen historischen Diskurs ebensolche „homonormative“ Perspektiven hinzuzufügen. Nicht zuletzt fragen sie, ob und inwiefern sich in diesen internen Konflikten die im Mainstream salonfähig gewordene Kritik an der sogenannten „Identitätspolitik“ reflektiert und was das bedeutet.

Birgit Bosold und Vera Hofmann, Schwules Museum Berlin und Kuratorinnen des Jahres der Frau_en

Moderation: Fiona McGovern, Professorin für
Kuratorische Praxis und Kunstvermittlung, Universität Hildesheim

28.05.2019,19 Uhr
Ort: Kunstverein Hildesheim

 

Promises of Monsters revisited. Überlegungen zum feministischen Kuratieren im Kunstverein Hildesheim

Die Gruppenausstellung Promises of Monsters (Kunstverein Hildesheim, 2017) setzte sich thematisch mit technik-utopischen Zukunftsentwürfen und dem emanzipatorischen Potenzial des Geschichtenerzählens auseinander. Ausgangspunkte für das kuratorische Konzept waren das Genre der Science Fiction und das Xenofeministische Manifest des Kollektivs Laboria Cubonics (2014), das für eine Neuauflage des Cyberfeminismus der 1990er Jahre eintritt und im Kunstkontext nach seinem Erscheinen viel diskutiert wurde. Mit etwas zeitlichem Abstand zur Ausstellung soll nun mit den drei Kuratorinnen über das feministische Kuratieren im Kunstverein Hildesheim nachgedacht werden.

Nora Brünger, Lisa Paland und Nada Schroer, Kuratorinnen der Ausstellung Promises of Monsters, Kunstverein Hildesheim

Moderation: Britta Hoffarth, Professorin für Gender und Bildungskulturen sowie Leiterin des Zentrums für Geschlechterforschung, Universität Hildesheim

25.06.2019, 19 Uhr
Ort: Kunstverein Hildesheim, Kehrwiederturm