Romily Alice Walden

Romily Alice Walden

Notes from the Underlands (2019)


eine queere zukunft ist eine zugängliche zukunft”

lautet der erste Punkt des Manifests Notes from the Underlands von Romily Alice Walden. Der Text kann durch Video, Audio und großformatige Drucke aufgeführt werden und stellt so die Vorstellung in Frage, dass ein Körper physisch präsent und fähig sein muss, um ein Manifest zu performen. Für die Ausstellung wird das Manifest als Audioarbeit und als Poster am Kehrwiederturm und als Videoarbeit im Angoulêmeplatz installiert, sodass Passant*innen und Besucher*innen die Stimmen aus den Tiefen der queeren disability culture hören und lesen können. Diese sprechen von einer zukunftsorientierten, utopischen Vision einer kranken, be_hinderten und pflegebedürftigen Gesellschaft und formulieren einen dringenden Handlungsbedarf im Jetzt. Adressiert werden dabei alle, die einen Körper haben, insbesondere aber diejenigen, deren Körper aufgrund gesellschaftlicher Normen, die sich in allen Formen der Zugänglichkeit äußern können, nicht auffallen und nicht auf Barrieren stoßen.

Romily Alice Walden ist Künstler*in. Vor dem Hintergrund der Kritik an Ableismus eröffnet Waldens Praxis eine queere Sicht auf die Zerbrechlichkeit des Körpers.

Zur Ausstellung erscheint ein Heft mit Beiträgen der Künstler*innen, das in der Leseecke kostenlos heruntergeladen werden kann.

Bildnachweis: Romily Alice Walden, Notes from the Underlands (2019), Installationsansicht, Gruppenausstellung caring structures, Kunstverein Hildesheim. Foto: Samuel Henne