Johanna Hedva

Johanna Hedva

Sick Woman Theory + Get Well Soon (beide 2020)


Die beiden Essays sind in voller Länge auf Deutsch und auf Englisch unter den folgenden Links als PDF verfügbar:

Sick Woman Theory (2020) auf Englisch

Sick Woman Theory (2020) auf Deutsch

Get Well Soon (2020) auf Englisch

Get Well Soon (2020) auf Deutsch 

In dem Essay Sick Woman Theory" (2020) setzt sich Johanna Hedva mit den politischen Dimensionen von Care auseinander. Hedva schreibt: „Für sich und für andere zu sorgen, ist der antikapitalistischste Protest, den es gibt.“ Das Zitat ruft zu Solidarität mit allen Menschen auf, die in einer leistungsorientierten Gesellschaft und in einem Gesundheitssystem, in dem nicht allen Menschen die gleiche Fürsorge entgegen gebracht wird, diskriminiert werden. Gegenseitige Fürsorge ist eine Möglichkeit, gegen diese destruktiven Strukturen zu protestieren und einander zu unterstützen und zu stärken. Diese Gedanken führt Johanna Hedva in dem Essay Get Well Soon", das im Frühjahr 2020 mit Bezug auf die weltweite Pandemie erschien, weiter aus. „Was wir bei COVID-19 beobachten können, ist, was passiert, wenn Care unabdingbar ist, wenn das Sorgetragen für Andere zur Pflicht wird, wenn es Raum und Geld und Arbeit und Energie in Anspruch nimmt. Siehst du, wie schwer das ist? […] Es wird uns alle brauchen – es wird alle brauchen, die nach dem Prinzip arbeiten, dass es keinem von uns gut geht, wenn es nur wenigen von uns gut geht.“ Für die Ausstellung wurden die beiden Essays ins Deutsche übersetzt. Eine Auswahl von Zitaten ist als Posterinstallation an der Säule vor dem Eingang zu sehen.

Johanna Hedva ist ein*e koreanisch-amerikanische*r Autor*in, Künstler*in, Musiker*in und Astrolog*in und lebt in Los Angeles und Berlin.

Zur Ausstellung erscheint ein Heft mit Beiträgen der Künstler*innen, das in der Leseecke kostenlos heruntergeladen werden kann.

Bildnachweis: Johanna Hedva, Get Well Soon" + Sick Woman Theory" (beide 2020), Installationsansicht, Gruppenausstellung caring structures, Kunstverein Hildesheim. Foto: Samuel Henne