Rahmenprogramm caring structures



LESEKREIS MIT hi*queer:

Fr., 4.12.2020 und Fr., 8.1.2021 jeweils um 20 Uhr

Anmeldung erforderlich, begrenzte Teilnehmer*innenzahl
Workshopsprache: Deutsch
Online-Workshop auf BBB oder Zoom

Wir wollen gemeinsam lesen, sprechen, hinterfragen und denken.

In Kooperation mit der Hochschulinititative hi*queer widmen wir uns dem Thema Carework. In gemütlicher Runde werden wir uns am 4.12.2020 mit Johanna Hedvas Essay Sick Woman Theory und am 8.1.2021 mit einem Auszug aus der Publikation Equal Care – Über Fürsorge und Gesellschaft auseinandersetzen – analog und digital, so oder so aber diskriminierungskritisch und fehlerfreundlich!

Bittet meldet euch bei Interesse im Vorfeld unter kontakt@hiqueer.de an, hier erhaltet ihr alle weiteren Infos und auch die jeweiligen Texte. Gebt gerne Bescheid, wenn ihr bestimmte Bedarfe habt, auf die wir eingehen können. Es können maximal 15 Personen am Workshop teilnehmen.

 

 

WORKSHOP MIT DER FEMINISTISCHEN GESUNDHEITSRECHERCHEGRUPPE (Julia Bonn/Inga Zimprich): Being in Crises Together

Samstag, 5.12.2020, 11:00–14:00 Uhr (inkl. Pause)


Anmeldung erforderlich, max. 10 Teilnehmer*innen
Workshopsprache: Deutsch
Online-Workshop auf Zoom

Im Workshop Being in Crises Together üben wir unseren Umgang mit Krisen – den vergangenen, gegenwärtigen und zukünftigen: Was hat uns in Krisen geholfen? Wie können wir uns ermächtigen, nach der Unterstützung zu fragen, die wir wirklich brauchen? Wie können wir uns gegenseitig in Momenten von Krisen unterstützen und einander in unseren Freund*innenschaften und Arbeitszusammenhängen mehr Raum für unsere Bedürfnisse, Zugangsbedürfnisse und Gefühle zugestehen? Und wie verändert sich das Kunstfeld, wenn wir diese Bedürfnisse in den Mittelpunkt stellen und wir füreinander Sorge tragen?

Der Workshop findet auf Zoom statt. Du kannst auch nur mit Audio, ohne Video, teilnehmen. Bitte teile uns Zugangsbedürfnisse, vorab zusammen mit deiner Anmeldung an info@kunstverein-hildesheim.de, mit.

Als künstlerisches Rechercheprojekt entwickelt die Feministische Gesundheits-recherchegruppe (FGRG) seit 2015 Ausstellungen, Workshops und gibt Zines heraus. Sie möchte Räume schaffen, in denen wir Verletzlichkeit miteinander teilen und uns gemeinsam (Zugangs-)bedürfnissen zuwenden können. Die Feministische Gesundheits-recherchegruppe befragt die internalisierten, ableistischen Vorstellungen von Produk-tivität im Kunstfeld. Ihre jüngste Arbeit Practices of Radical Health Care (seit 2018) widmet sich der Gesundheitsbewegung der 70er und 80er Jahre. Diese Bewegung entstand in West-Berlin an der Schnittstelle zwischen Hausbesetzer*innenszene und zweiter Welle der Frauen*bewegung und forderte patriarchale schulmedizinische Behandlungsmethoden heraus und entwickelte Modelle alternativer Gesundheits-versorgung.
Die Feministische Gesundheitsrecherchegruppe besteht gegenwärtig aus der Künstlerin, Mutter und Körperarbeiterin Julia Bonn (* 1975) und Künstlerin, Mutter und Kuratorin Inga Zimprich (*1979). In ihren Praxen entwickeln sie selbstermächtigende und feministische Perspektiven auf Gesundheitssorge.
www.feministische-recherchegruppe.org



WORKSHOP MIT Agnieszka Habraschka:

Freitag, 11.12.2020, 15:30-18:00 Uhr 


Anmeldung erforderlich, max. 10 Teilnehmer*innen
Workshopsprache: Deutsch
Online-Workshop auf BBB oder Zoom
 

Collective Care beginnt mit dem Verständnis, dass wir schon immer interdependent waren und dies sind. Es beginnt damit, zu verstehen, dass Isolation, Trauma und Schmerz eine Realität sind für so viele und dass wir gemeinschaftlich die Verantwortung tragen, die daraus resultierenden Wunden zu heilen. Zu verstehen, dass alle für ihr Handeln und die Ausschlüsse und Barrieren, die damit produziert werden, verantwortlich sind sowie das Annehmen dieser Verantwortung, kann dazu beitragen, eine Welt zu schaffen, die gerecht ist und in der die Integrität und Befreiung aller vorstellbar sind. Um dies zu ermöglichen, müssen Zugang und Collective Care zusammengedacht und in unsere alltäglichen Handlungen verankert werden. In kleinen Gesten, die Solidarität und Liebe in sich tragen, können wir alle lernen, wie wir in dieser Welt sein können, ohne andere zu verletzen.

Mit diesem Workshop wollen wir gemeinschaftlich an einer Struktur arbeiten, die Collective Care zur Basis dieser macht und Raum für Spekulationen eröffnet von einer Welt, in der Interdependenz, Mitgefühl, Gerechtigkeit und Befreiung für alle möglich sind Collective Care beginnt mit unseren Träumen.

Unsere Träume sind mächtig.


Der Workshop findet online statt. Wir wünschen uns, diesen Workshop so barrierefrei wie möglich zu gestalten. Deshalb bitten wir euch, uns bei der Anmeldung eure Zugangsbedürfnisse mitzuteilen. Alle Bedürfnisse bezogen auf Zugang sind wichtig. Wir werden dann (gemeinsam) nach Wegen suchen, diesen entgegenzukommen. Anmeldung unter: info@kunstverein-hildesheim.de

 

Agnieszka Habraschka wurde in Polen als Kind einer behinderten Krankenschwester geboren und kam im Alter von sechs Jahren nach Deutschland. Sie studierte Kulturwissenschaften und arbeitete während und nach dem Studium in verschiedenen Zusammenhängen, in denen sie Kunst mit Aktivismus verbinden konnte. Jetzt lebt sie in Berlin und arbeitet als Künstlerin und Autorin sowie als Beraterin und Kuratorin in verschiedenen Bereichen des kulturellen Organisierens zu den Themen Trauma, Care und Zugang. 

 

 

BIS ZUR TÜR

eine Veranstaltung in Kooperation mit dem Hospizverein Hildesheim und Umgebung e.V.:


Samstag, 12.12.2020: 15:00-18:00 Uhr

Gemeinsam mit dem Hospizverein Hildesheim laden wir Sie in die Ausstellung ein, um ganz konkret über Sorgearbeit in Hildesheim zu sprechen: Die ehrenamtliche Sterbebegleiterin Doris Ließmann-Heckerott ist zu Gast bei uns und freut sich auf das persönliche Gespräch mit Ihnen. Wie es ist, einen Menschen bis zur Tür seines Lebens zu begleiten? Welche besonderen Momente in ihrer Arbeit sie wohl nie vergisst? Ob die Arbeit mit sterbenden Menschen ihr eigenes Verhältnis zum Tod verändert hat? Frau Ließmann-Heckerott nimmt sich Zeit für die Fragen und Themen, die Sie bewegen.

Gespräche sind einzeln oder zu zweit (zwei Personen aus einem Haushalt) in diesen Zeitfenstern möglich: 15:00 - 15:20 Uhr, 15:30 - 15:50 Uhr, 16:00 - 16:20 Uhr, 16:30 - 16:50 Uhr, 17:00 - 17:20 Uhr, 17:30 - 17:50 Uhr
 

Bitte melden Sie sich mit dem Hinweis, in welchem Zeitfenster Sie kommen möchten, unter vermittlung@kunstverein-hildesheim.de an.

Falls die Ausstellung im Dezember geschlossen bleiben muss, versuchen wir einen Ersatztermin zu finden und kündigen ihn im Newsletter und auf der Website an.

 

 

WORKSHOP FÜR INNERSTÄDTISCHE BEGEGNUNGEN: (Un)Sichtbare Begegnungen

Während der Corona-Pandemie sind zunehmend Menschen in Quarantäne darauf angewiesen, dass andere für sie einkaufen. Da physische Begegnungen momentan nicht möglich sind, wollen wir einen Austausch anderer Art verwirklichen. Dafür suchen wir Teilnehmende in Quarantäne oder Sorgearbeit-Leistende, die ihre Erlebnisse in künstlerischer Zusammenarbeit teilen möchten. Durch Brieffreundschaften und fotografische Dokumentationen wollen wir Menschen, die Care-Arbeit leisten, und Menschen, die Care-Arbeit in Anspruch nehmen, in Austausch treten lassen und Erfahrungen und Perspektiven der Stadtbevölkerung auf Sorgearbeit sichtbar machen.


Um wen kümmern Sie sich oder wer kümmert sich um Sie? Wenn Sie interessiert an einem Austausch über Fürsorgearbeit sind, melden Sie sich unter vermittlung@kunstverein-hildesheim.de.



WORKSHOP:
Get Well Soon! – Ein digitaler Meme-Workshop für Mädchen

Im Rahmen der Ausstellung caring structures bietet die Kunstvermittlung des Kunstvereins Hildesheim einen digitalen Meme-Workshop für Mädchen an.

Die Ausstellung caring structures eröffnet einen Raum für ein kritisches und zukunftsweisendes Nachdenken über Sorgetragen sowie Pflege und bringt Arbeiten verschiedener Künstler*innen, Wissenschaftler*innen und Aktivist*innen zusammen. Aber was bedeutet care? Und was kann care im virtuellen Raum sein?

Egal ob auf Instagram, Tictoc, Zoom oder Skype, wir befinden uns viel im virtuellen Raum; besonders in Zeiten von Corona. Dabei inszenieren wir uns oft als glücklich, gesund, schön. Aber vielleicht gibt es ein anderes Potenzial hinter Bildern von uns, die uns als verletzlich, krank oder müde zeigen.

Wir nehmen eine künstlerische Arbeit aus der Ausstellung zum Anlass, um uns mit dem Zusammenhang von care und Memes zu befassen. Anschließend entwerfen wir unsere eigenen Memes, die einen Umgang mit digitaler Verletzlichkeit und Fürsorge ermutigen.

Ein Workshop dauert ca. 90 Minuten, ist kostenlos und findet digital per Videokonferenz statt. Der Link dazu wird bei einer Teilnahme per Mail zugeschickt. Teilnehmen können alle Mädchen im Alter von 14 - 18 Jahren. Da die Gruppengröße auf 15 Personen beschränkt ist, bitten wir um eine Anmeldung bis zum 22.11.2020 unter vermittlung@kunstverein-hildesheim.de

Folgende Workshop-Termine stehen zur Verfügung:

Freitag 27.11., 4.12., 18.12., von 17:00-18:30