Viele Landwirt*innen hadern mit ihrem Beruf, sagt Jo Langenhoff über das fotografische Projekt „Bauer oder bäuerlich“, sie vermissen Wertschätzung. In einer neueren Arbeit, „ich oder so“ erzählt Langenhoff vom eigenen Gefühl des „Nicht-Dazugehörens“, des „Navigierens zwischen binären Geschlechterrollen“ auf dem Land. Macht und Marginalisierung können unterschiedliche Formen annehmen. Ausgehend von der Ausstellung „Landleben“ nimmt das Projekt an der Universität Hildesheim die Sphären Kunst und Landwirtschaft in den Blick. In beiden Berufsfeldern geht es ums Kümmern - bei den Landwirt*innen um Land und Tier, bei Kurator*innen steht, schon der Wortherkunft nach, die Sorge um Kunst und Künstler*innen im Mittelpunkt.
Im Rahmen der Zusammenarbeit mit dem Kunstverein finden Kooperationen mit dem Atelier Wilderers, dem Biohof Sorsum (Diakonie Himmelsthür), dem Kunstraum53, dem Forum Heersum und anderen Institutionen statt. Außerdem geht es um die Entwicklung weiterer Veranstaltungsformate (Atelierbesuche, Gespräche, Kino, Kochaktionen etc.) und künstlerisch-praktischer Projekte.
Projektbeteiligte: Marleen Meyering, Ilona Osadtsaja, Rieke Schmid, Alicia Schneider, Samira Schwandrau und Amalia Specht – unterstützt von Jacki Schwindt, Christina Westemeyer und Dr. Torsten Scheid (Projektleitung).